Schlagwort: Live Sketch

drawing, doodling, quick sketching in public, under pressure.

Die Pianistin

liebt Etüden, vermute ich, und ist trotz Bühne, Zuschauern und Kamera allein mit dem Instrument und dem Stück. Nur wenn es ein Duett ist, orientiert sich ihr Gehör auch an der Geige, die sie begleitet. Der Flügel steht ihr gut, Chopin und Liszt tun es auch. Masha oder Mascha hieß sie, glaube ich.

© Mona C Kramss

Die Violinistin

Die erste Geige ist in diesem Fall auch die einzige Geige und als Live Zeichnung fürchterlich schwer einzufangen. Noch viel schwerer stelle ich mir vor, in einem kleinen Konzertraum mit imposantem Klang unterschiedlichste Stücke auf einem derartig anspruchsvollen Instrument zum Besten zu geben. (Mir wurde im Alter von 6 Jahren jegliches Talent für die Geige abgesprochen, zu Recht, fürchte ich). Ich bin aber ein versierter Zuhörer geworden und habe den Nachmittag im Gasteig genossen.

Ich glaube, Musiker denken in Klängen so wie ich in Bildern denke. Das ist jedenfalls das, was ich in den selbstvergessenen Gesichtsausdruck hineindeute. Saskia heißt sie, soweit ich weiß.

© Mona C Kramss

Probeweise

Solange der Gasteig noch in 5 Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen ist, folge ich gerne spontanen Einladungen wie dieser. Ein kleines feines Ensemble bietet eine ebenso kleine feine Vorstellung, um Stücke zu proben, ein neues Duett zu proben und den Mitschnitt zu proben. Dabei sind Familie und Freunde und Bekannte – und alle waren wir ganz verzaubert von der Dynamik, die eine Geigerin und eine Pianistin zwischen Brahms, Chopin, Liszt und Larry entwickelt haben.

Ich frage mich, wie sie sich aufeinander eingestimmt haben und wieso es für kleine Ensembles so selbstverständlich ist, dass es keinen Dirigenten gibt.

Das Stück von Larry, dem Münchener Komponisten, hat sich mühelos eingereiht in die großen Meister. Er hat mich damit sehr beeindruckt (nicht nur, weil er persönlich anwesend war, sondern wegen der fulminanten ersten Takte und der Tatsache, dass es für Geige und Klavier ist und ich diese Kombination gar nicht selbstverständlich finde).

Schon eine Geige und ein Klavier machen ein Konzert
© Mona C Kramss

Symphonie Orchester Tour

Orchester üben eine enorme Faszination auf mich aus, in ihrem Zusammenspiel und ihrem Fokus auf den Dirigenten und die Noten – und ab und an davongetragen von der Musik.

Sehr sympathisch auch dieses Gastspiel des weit gereisten Schweizer Symphonieorchesters. Alle ein bisschen aus dem Häuschen wegen der Prominenz im Saal. Ich hätte den Dirigenten auch noch gerne skizziert, war aber zu sehr mit zuhören und zuschauen beschäftigt.

© Mona C Kramss

Viel Harmonie

Eine Zeichnung vor dem Konzert und danach, dazwischen musste ich gebannt zuhören. Nach vielen vergeblichen Versuchen, in diesen Wintertagen erschwingliche Opernkarten zu ergattern, habe ich kurzerhand das Haus gewechselt. Der Gasteig, solange er noch in meiner unmittelbaren Nähe ist, war bereit, mir schnell noch eine richtig gute Karte mit bester Sicht zu verkaufen. Vom Klang ganz zu schweigen. Der prominente Gast ist mir von der Zeichnung entwischt. Ich hätte ihn beinahe nicht erkannt, als er vor Beginn des Konzerts noch einmal kurz einen prüfenden Blick auf das Mikrofon und die Anordnung auf der Bühne geworfen hat. 10 Minuten später dann das große Hallo.

© Mona C Kramss

Museums Guide

Zu Besuch in einem Museum in München. Wegen der Special Effects in den Ausstellungsräumen, den Karikaturen von einem New Yorker Zeichner und dem schattigen Café mit den feinen Häppchen. Ideal, wenn man Besuch hat.

Der Typ von der Ausstellung konnte wunderbar gut erklären.

Museumsführung ist eine Kunst
© Mona C Kramss

Fremde Briefe

Nicht an mich natürlich. Erstaunlich, diese Ähnlichkeit zwischen dem Schauspieler und dem großen Foto auf der Leinwand hinter ihm. Er, der er die Briefe von Marcel Proust so wunderbar liest, geht ganz in dieser Rolle auf. Und der Poet schaut ihm dabei von oben über die Schulter.


Eine der vielen Lesungen im Literaturhaus München, die mir in Erinnerung bleiben werden. Marcel Proust. Briefe 1879 – 1926. Ich besuche ja zuweilen Lesungen bevor ich das Buch lese. Wie in diesem Fall. Manchmal ist es sogar schöner, wenn vorgelesen wird.

© Mona C Kramss