Kategorie: Apropos

this and that etc.

Bist du schon umgezogen?

Huch, das hätte ich beinahe falsch verstanden.

Fast. Die Vorbereitungen zum Umzug laufen. Alles zieht um, online und offline. Wenn schon denn schon.

Mit anderen Worten: Diese Seite bleibt meine Seite. Die Zeichnungen bleiben meine Zeichnungen. Der Rest steht im Impressum.

Karl

„Wer ist der Mann mit Hut? Sieht ein bisschen aus wie Karl Lagerfeld.“

Die Frage kam ganz beiläufig an diesem Wochenende. Das Motiv steht im Moment in meinem Bücherregal (bei der Philosophie). Emma hat ihn tatsächlich sofort erkannt.

Die Zeichnung war ursprünglich für einen Wettbewerb bestimmt, nur dass ich sie nie eingereicht habe. Ich fand die Nase oder den Hut oder irgendwas am Profil aber nicht spezifisch genug und habe es sein lassen. Und nun, Jahre später, stellt sich heraus, dass er doch auf seine Weise erkennbar ist.

Stimmt genau, das ist Karl Lagerfeld, jedenfalls soll er es sein.

R.I.P.

Tatsachen

Nackte, um genau zu sein. Reduziert aufs Wesentliche: In diesem Fall die Stimmung. Diesmal voller als sonst, sieht man ja. Schließlich ist Winter und schlechtes Wetter, da ist es immer so voll.

„Viel Spaß beim Aufguss, wenn es Ihnen zu viel wird oder nicht taugt, verlassen Sie einfach den Raum.“ Dito. Sollte man viel häufiger mal gesagt haben, nicht nur in der Sauna.


Anmerkung der Redaktion: Tatsache ist außerdem: Diese Zeichnungen entstehen ja nicht hübsch als Blogpost. Sie entstehen in dutzenden kleinen Notizbüchern, die ich mitschleppe (oder vergesse), spontan zeichne, dann wieder vergesse, dann wieder finde oder brauche oder suche, deswegen endlich scanne, dazu aus dem Büchlein heraus-seziere oder lasse und unter dem Scanner quäle, dann als Datei noch halbwegs nachbearbeite, in 5 Größen speichere und schließlich in einen Beitrag packeBesserung nicht zu erwarten.

nur ein paar der aktuellen Notizbücher, Sketchbooks, Kladden, Heftchen, Zettelsammlungen und Blöcke
das Original-Zettelchen in DIN A6, diesmal nicht zerfleddert oder schief herausgerissen
Wenn es dann noch im Rahmen ist, will das wirklich was heißen. An die Wand kommt es deswegen noch lange nicht. Da hängt nur Fotokunst in schwarz-weiß, nicht meine natürlich.

Moment Mal

So war das aber nicht. Das war ganz anders. Ich weiß nicht mehr, wie genau, aber das stimmt nicht. Das weiß ich noch. Ganz bestimmt.

Anmerkung der Redaktion: Ich habe die Zeitraffer Videos entdeckt und krame alte Zeichnungen wie diese raus, um herauszufinden, was ich mir dabei gedacht habe. Weiß es immer noch nicht. Finde aber die Spielerei mit der Procreate App und dem Apple Pencil auf dem iPad großartig.

Die Pianistin

liebt Etüden, vermute ich, und ist trotz Bühne, Zuschauern und Kamera allein mit dem Instrument und dem Stück. Nur wenn es ein Duett ist, orientiert sich ihr Gehör auch an der Geige, die sie begleitet. Der Flügel steht ihr gut, Chopin und Liszt tun es auch. Masha oder Mascha hieß sie, glaube ich.

Die Violinistin

Die erste Geige ist in diesem Fall auch die einzige Geige und als Live Zeichnung fürchterlich schwer einzufangen. Noch viel schwerer stelle ich mir vor, in einem kleinen Konzertraum mit imposantem Klang unterschiedlichste Stücke auf einem derartig anspruchsvollen Instrument zum Besten zu geben. (Mir wurde im Alter von 6 Jahren jegliches Talent für die Geige abgesprochen, zu Recht, fürchte ich). Ich bin aber ein versierter Zuhörer geworden und habe den Nachmittag im Gasteig genossen.

Ich glaube, Musiker denken in Klängen so wie ich in Bildern denke. Das ist jedenfalls das, was ich in den selbstvergessenen Gesichtsausdruck hineindeute. Saskia heißt sie, soweit ich weiß.

Probeweise

Solange der Gasteig noch in 5 Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen ist, folge ich gerne spontanen Einladungen wie dieser. Ein kleines feines Ensemble bietet eine ebenso kleine feine Vorstellung, um Stücke zu proben, ein neues Duett zu proben und den Mitschnitt zu proben. Dabei sind Familie und Freunde und Bekannte – und alle waren wir ganz verzaubert von der Dynamik, die eine Geigerin und eine Pianistin zwischen Brahms, Chopin, Liszt und Larry entwickelt haben.

Ich frage mich, wie sie sich aufeinander eingestimmt haben und wieso es für kleine Ensembles so selbstverständlich ist, dass es keinen Dirigenten gibt.

Das Stück von Larry, dem Münchener Komponisten, hat sich mühelos eingereiht in die großen Meister. Er hat mich damit sehr beeindruckt (nicht nur, weil er persönlich anwesend war, sondern wegen der fulminanten ersten Takte und der Tatsache, dass es für Geige und Klavier ist und ich diese Kombination gar nicht selbstverständlich finde).

Schon eine Geige und ein Klavier machen ein Konzert