Kategorie: Karikaturen

schwarz-weiss, schnell, unhöflich

Tatsachen

Nackte, um genau zu sein. Reduziert aufs Wesentliche: In diesem Fall die Stimmung. Diesmal voller als sonst, sieht man ja. Schließlich ist Winter und schlechtes Wetter, da ist es immer so voll.

„Viel Spaß beim Aufguss, wenn es Ihnen zu viel wird oder nicht taugt, verlassen Sie einfach den Raum.“ Dito. Sollte man viel häufiger mal gesagt haben, nicht nur in der Sauna.


Anmerkung der Redaktion: Tatsache ist außerdem: Diese Zeichnungen entstehen ja nicht hübsch als Blogpost. Sie entstehen in dutzenden kleinen Notizbüchern, die ich mitschleppe (oder vergesse), spontan zeichne, dann wieder vergesse, dann wieder finde oder brauche oder suche, deswegen endlich scanne, dazu aus dem Büchlein heraus-seziere oder lasse und unter dem Scanner quäle, dann als Datei noch halbwegs nachbearbeite, in 5 Größen speichere und schließlich in einen Beitrag packeBesserung nicht zu erwarten.

nur ein paar der aktuellen Notizbücher, Sketchbooks, Kladden, Heftchen, Zettelsammlungen und Blöcke
das Original-Zettelchen in DIN A6, diesmal nicht zerfleddert oder schief herausgerissen
Wenn es dann noch im Rahmen ist, will das wirklich was heißen. An die Wand kommt es deswegen noch lange nicht. Da hängt nur Fotokunst in schwarz-weiß, nicht meine natürlich.

Symphonie Orchester Tour

Orchester üben eine enorme Faszination auf mich aus, in ihrem Zusammenspiel und ihrem Fokus auf den Dirigenten und die Noten – und ab und an davongetragen von der Musik.

Sehr sympathisch auch dieses Gastspiel des weit gereisten Schweizer Symphonieorchesters. Alle ein bisschen aus dem Häuschen wegen der Prominenz im Saal. Ich hätte den Dirigenten auch noch gerne skizziert, war aber zu sehr mit zuhören und zuschauen beschäftigt.

Sau(n)erei

Natürlich schaue ich nicht genau hin in der Sauna. Ich schaue überhaupt nicht hin. Ich würde nicht mal merken, wenn ich jemanden dort kenne, so wenig schaue ich hin.

I don’t need to look at people to be inspired. Gladly.

Ich weiß es immer noch nicht

Wann ist etwas fertig? Wann ist es misslungen? Wann kann noch was draus werden? Wegschmeißen, behalten, nachbearbeiten, verwenden oder nicht? Nachdem ich jahrelang alles impulsiv in den Papierkorb geschleudert habe, bin ich vorsichtiger geworden. Grundregel: Wenn ich auf der Zeichnung erkenne, wen ich da portraitieren wollte, hebe ich es auf. Portraits sind fürchterlich schwer. Das hier ist Anton als er noch jünger war, da kannte ich ihn eigentlich noch gar nicht.

Fremde Briefe

Nicht an mich natürlich. Erstaunlich, diese Ähnlichkeit zwischen dem Schauspieler und dem großen Foto auf der Leinwand hinter ihm. Er, der er die Briefe von Marcel Proust so wunderbar liest, geht ganz in dieser Rolle auf. Und der Poet schaut ihm dabei von oben über die Schulter.


Eine der vielen Lesungen im Literaturhaus München, die mir in Erinnerung bleiben werden. Marcel Proust. Briefe 1879 – 1926. Ich besuche ja zuweilen Lesungen bevor ich das Buch lese. Wie in diesem Fall. Manchmal ist es sogar schöner, wenn vorgelesen wird.

Vortrag

Ich weiß nicht, was schlimmer ist, halten oder zuhören. Es ist wie mit der Oper. Man sollte in der richtigen Stimmung sein, um es genießen zu können, sonst wird es zur Quälerei, auch wenn der Inhalt gut ist. Alleine diese Stuhlreihen können unangenehm werden.

Mich finden Sie meistens hinten rechts.

Die, die hinten sitzen, sind immer die schlimmsten. Wie die Raubtiere.

der Redner an diesem Abend, wortwörtlich, zu mir

Genau, so ist es. Still, unerkannt und unbemerkt auf Beobachterposten. Ich brauche eben – immer und in allen Lebenslagen – einen guten Überblick, weil ich beobachte. Außerdem versperre ich Ihnen sonst die Sicht, ich bin nämlich ein Sitzriese. Der kurze Fluchtweg kommt mir auch gelegen.