Kategorie: Karikaturen

schwarz-weiss, schnell, unhöflich

Probeweise

Solange der Gasteig noch in 5 Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen ist, folge ich gerne spontanen Einladungen wie dieser. Ein kleines feines Ensemble bietet eine ebenso kleine feine Vorstellung, um Stücke zu proben, ein neues Duett zu proben und den Mitschnitt zu proben. Dabei sind Familie und Freunde und Bekannte – und alle waren wir ganz verzaubert von der Dynamik, die eine Geigerin und eine Pianistin zwischen Brahms, Chopin, Liszt und Larry entwickelt haben.

Ich frage mich, wie sie sich aufeinander eingestimmt haben und wieso es für kleine Ensembles so selbstverständlich ist, dass es keinen Dirigenten gibt.

Das Stück von Larry, dem Münchener Komponisten, hat sich mühelos eingereiht in die großen Meister. Er hat mich damit sehr beeindruckt (nicht nur, weil er persönlich anwesend war, sondern wegen der fulminanten ersten Takte und der Tatsache, dass es für Geige und Klavier ist und ich diese Kombination gar nicht selbstverständlich finde).

Schon eine Geige und ein Klavier machen ein Konzert
© Mona C Kramss

Symphonie Orchester Tour

Orchester üben eine enorme Faszination auf mich aus, in ihrem Zusammenspiel und ihrem Fokus auf den Dirigenten und die Noten – und ab und an davongetragen von der Musik.

Sehr sympathisch auch dieses Gastspiel des weit gereisten Schweizer Symphonieorchesters. Alle ein bisschen aus dem Häuschen wegen der Prominenz im Saal. Ich hätte den Dirigenten auch noch gerne skizziert, war aber zu sehr mit zuhören und zuschauen beschäftigt.

© Mona C Kramss

Sau(n)erei

Natürlich schaue ich nicht genau hin in der Sauna. Ich schaue überhaupt nicht hin. Ich würde nicht mal merken, wenn ich jemanden dort kenne, so wenig schaue ich hin.

I don’t need to look at people to be inspired. Gladly.

© Mona C Kramss

Ich weiß es immer noch nicht

Wann ist etwas fertig? Wann ist es misslungen? Wann kann noch was draus werden? Wegschmeißen, behalten, nachbearbeiten, verwenden oder nicht? Nachdem ich jahrelang alles impulsiv in den Papierkorb geschleudert habe, bin ich vorsichtiger geworden. Grundregel: Wenn ich auf der Zeichnung erkenne, wen ich da portraitieren wollte, hebe ich es auf. Portraits sind fürchterlich schwer. Das hier ist Anton als er noch jünger war, da kannte ich ihn eigentlich noch gar nicht.

© Mona C Kramss

Fremde Briefe

Nicht an mich natürlich. Erstaunlich, diese Ähnlichkeit zwischen dem Schauspieler und dem großen Foto auf der Leinwand hinter ihm. Er, der er die Briefe von Marcel Proust so wunderbar liest, geht ganz in dieser Rolle auf. Und der Poet schaut ihm dabei von oben über die Schulter.


Eine der vielen Lesungen im Literaturhaus München, die mir in Erinnerung bleiben werden. Marcel Proust. Briefe 1879 – 1926. Ich besuche ja zuweilen Lesungen bevor ich das Buch lese. Wie in diesem Fall. Manchmal ist es sogar schöner, wenn vorgelesen wird.

© Mona C Kramss

Vortrag

Ich weiß nicht, was schlimmer ist, halten oder zuhören. Es ist wie mit der Oper. Man sollte in der richtigen Stimmung sein, um es genießen zu können, sonst wird es zur Quälerei, auch wenn der Inhalt gut ist.

© Mona C Kramss