Schlagwort: featured

Wohin damit? Weg damit.

Nicht, dass bei der Flut an Informationen was untergeht in der Menge an Mitteilungen, Bestätigungen, Rückmeldungen, Neuigkeiten, Anmerkungen. Ich z.B.

Wohin mit (viel) zu viel Information?

  1. Als Erstes: vom Tisch damit
  2. Am Besten: In Schubladen stecken
  3. Wenn’s eilt: unter den Teppich kehren
  4. Manches ist eh für die Katz
  5. Sicherheitshalber: Aufheben für später – Platz ist genug, auf der Cloud
  6. Haken dran: Erledigt!
…und weg is’es…

Silvester light

Für den Ausklang diesen Jahres hoffe ich, dass allein das Korkenknallen und die Sprudelbläschen im Glas eine Portion Funkeln zur Festtagsstimmung beitragen können – und der ein oder andere doch noch ein paar kleine, unschuldige Knallkörper im Keller gefunden hat, die er ganz privat und unter sich uns allen vorführt.

Mit ein bisschen Glück haben wir heute Nacht alle einen klaren Sternenhimmel, den wir bestens sehen können, weil die Böller mal keine Rauchschwaden hinterlassen. Um Mitternacht im Garten oder auf dem Balkon zu frieren wird sich nicht anders anfühlen als sonst.

Auch virtuell würde sich eine Alternative finden, nach diesem Jahr 2020 ein vertrauter Gedanke: irgendeine Feuerwerks-Übertragung inkl. Live-Sound der Knallerei findet sich sicherlich im Internet.

Wer in den Jahren zuvor schon mal vor 24:00 Uhr schlapp gemacht und Silvester aus Versehen verschlafen hat, verpasst dieses Jahr keine Party und braucht kein schlechtes Gewissen haben.

Wie auch immer wir diesen Abend improvisieren, retten und das Beste draus machen: Hauptsache, wir rutschen alle gesund und guter Dinge ohne fiese Aerosole ins Jahr 2021. Auf ein Neues! Auf ein vielversprechendes, aussichtsreiches und übersprudelnd glückliches Jahr 2021. Es so zu begrüßen ist jetzt schon ein besonderer Moment, der in Erinnerung bleiben wird.

Keines Blog Feuerwerk im Zeitraffer

Anmerkung der Redaktion: Diese Zeichnung ist – typisch 2020 – digital. Nicht alles ist von Hand gezeichnet, manche Elemente sind als Ergänzung zu Stiften und Pinseln vorgefertigt – in diesem Fall die Funken. Der Video-Ausschnitt ist ein Mitschnitt des Entstehens im Zeitraffer, mit App geht sowas (Procreate).

Ein Fest für Viren

Weihnachten ist ansteckend in diesem Jahr. So einer Pandemie ist offensichtlich nichts heilig. Die so geschätzte und behütete Schönheit und Pracht der Festtage ist in diesem Jahr gefährlich schön. Corona feiert heimlich mit, ob wir wollen oder nicht.

Dieses fiese Virus. Unterm Horoskop soll es hübsch anzusehen sein, perfekt konzipiert, ein Bilderbuch Virus wie kaum ein anderes. Faszinierend schön und zugleich für das bloße Auge unsichtbar. Die perfekte Tarnung, egal wo, auch unterm Weihnachtsbaum, in Einklang mit all dem Glanz der Christbaumkugeln und Lichterketten.

rudolph @ homeoffice.woods

No, not an actual e-mail adress (I think, I didn’t check yet – let me know if you did), but if Rudolph – no red nose this year – would decide to keep in touch with us virtually instead of hopping by, this could be it.. And this is how he looks like without this thing in his face – I mean the red christmas nose, that is supposed to be cute.

Happy Holidays to all the Home Offices & Street Workers, Doers, Dreamers and Believers, that keep our world running in this unforgettable year. May everybody have a peaceful christmas season and a good start in a happy, healthy and promising New Year!

My Right to Know Day 2020

Internationaler Tag der Informationsfreiheit – Right to Know Day

Genau, heute ist internationaler Tag der Informationsfreiheit. Weil der 28. September ist und das jedes Jahr so ist.

Die Zukunft soll mehr Transparenz bringen – also, an den richtigen Stellen versteht sich. Man selbst möchte deswegen natürlich nicht noch durchsichtiger werden (der gläserne Mensch, Sie erinnern sich?). Institutionen, Organisationen, Konzepte, Machenschaften sind hier gemeint. Durchaus nachvollziehbar und berechtigt, dieses Anliegen. Nur bitte nicht durcheinanderbringen. Die vielzitierte und allseits geforderte Transparenz ist eben nur für bestimmte Bereiche wünschenswert. Die sind eigentlich recht einfach auseinanderzuhalten: Tranzparenz da, wo es uns etwas angeht. Da, wo es das Gegenüber nichts angeht – da eben nicht. Im Englischen wie so oft klangvoller und prägnanter zusammengefasst als „Right to Know“.

Hier und heute geht es um den Kontext der Informationsfreiheit. Das große Ganze. Was die Freiheit für uns als Gesellschaft bedeutet, gilt entsprechend für die Informationsgesellschaft und die Informationsfreiheit. Es geht um alle Informationen, jeden Schnipsel, ganz gleich, ob nun personenbezogen oder nicht, digital oder nicht, geschäftlich oder nicht.


Anmerkung der Redaktion: Die Informationssicherheit kümmert sich um die Sicherheitsaspekte, auch im großen Ganzen. Und irgendwo mittendrin finden sich dann die Spezialisten für neue Technologien: IT-Sicherheit, Datensicherheit, … (vielleicht mal an anderer Stelle mehr dazu)

Look the Part – Ed. Home Office

Half a Dresscode

Zum Anlass passend angezogen sein. Wichtig, heutzutage. Normalerweise gilt das natürlich von oben bis unten, eben von Kopf bis Fuß.

In diesem Jahr ist allerdings alles anders*. Da darf man Abstriche machen. Der Office Dresscode wird zum Homeoffice Dresscode – da reicht auch schon mal ein halber Dresscode. Einer, der nur den Blickwinkel der Kamera berücksichtigt. Und das auch nur an den Tagen, an denen ein Videocall ansteht. Die Schreibtischplatte ist ein gutes Barometer, vorausgesetzt, man steht unterdessen nicht auf. (An den anderen Tagen gilt natürlich der untere Teil der Kleiderwahl. Alles andere passt einfach nicht zum Home Look. Im Call sollte das aber tunlichst… unter den Tisch fallen.)

The Look: Business or Casual? Preppy or (somewhat) sloppy?

Anmerkung der Redaktion: 2020, Sie wissen schon, ab März

Kann das alles sein?

Alles gut, alles klar, alles OK, alles wird gut

Damit ist doch nun wirklich alles gesagt, oder etwa nicht?

Erstaunlich dabei, ist die Erfolgskurve, die in diesen Standard-Antworten, gefälligen Textbausteinen und Reaktion auf alle Gelegenheiten zu verzeichnen ist: Es geht uns offenkundig besser denn je.

2020 ist alles gut. Die idealistischen Worte sind in aller Munde, könnten geradezu euphorisch gemeint sein, klingen aber in Wahrheit oft nur: beschwichtigend. Beruhigt mich das also? Nein, ganz und gar nicht.

Alles wird gut. Das ist der (immerhin ganze) Satz, den ich zuletzt im Ohr. Ähnlich optimistisch anmutend, und auch das wollte ich nie so recht glauben. Der Idealismus Trend war jedenfalls eindeutig erkennbar.

Alles OK. Damals eindeutig eine eher realistische Einschätzung. Aber wer weiß, vielleicht auch das schon optimistisch. OK ist doch in Ordnung, was will man mehr? Man war eben realistisch-optimistisch. Und konnte gar nicht falsch liegen oder gar unglaubhaft wirken. Nicht mal auf mich.

Alles klar. Was immer es war, ob gut oder mäßig, zumindest eindeutig sollte es sein. Alles. Eine fast wertfreie Äußerung ohne jegliche Zukunftsambitionen. Hier und jetzt ist alles klar. Immerhin. Das würde ich mir heute durchaus wieder wünschen…


Anmerkung der Redaktion: und das wo in diesem Jahr, 2020, nun wirklich wirklich nicht ALLES gut ist, sondern eher alles andere als gut.