Das ändert alles

Ich muss mein Leben ändern. Aber wie?

01 Erste Anlaufstelle Buchladen. – Die müssen ihre Sortierung ändern.
02 Laut Internet muss ich echt alles ändern.
03 Erstmal das Äußere ändern. – Nichts wirklich anders. Naja.
04 Bei manchen Lebenskünstlern hat es sich einfach so ergeben. – Cool. Na dann. Prost.
05 Der Profi empfiehlt zunächst kleine Änderungen: „Tragen Sie einfach mal ihre Uhr am anderen Handgelenk.“ – Oh. Echt jetzt?
06 Ich muss daran glauben, darf aber nicht daran denken, soll so tun als ob ohne darauf fixiert zu sein und dabei ganz bei mir selbst bleiben. – Sagen andere Profis.
07 Erst mal entspannen. Sagen alle. Finde ich auch.
08 Wenn ich entspannt bin, mache ich, wozu ich Lust habe. So einfach ist das.

09 Motivation. Motivation ist alles. – Und überall.
10 Ist sowieso alles Glückssache. Eindeutig die beste Lösung.
11 Bildung ist immer eine Option. Lernen fürs Leben – mit Maximalaufwand.
12 Eigentlich läuft es manchmal ganz gut. So im Vergleich. Aber vergleichen soll man ja nicht.
13 Ich mach jetzt erst mal das Wichtigste. – Das ändert immerhin die Aufgabenliste.
14 „Das müssen Sie noch mal ändern!“ Ach was. Was Sie nicht sagen. – Warum eigentlich?
15 Wer weiß jetzt weiter? – „Bleib einfach so, wie du bist. Nix aber.“ Freunde sind toll.
16 „Wie geht’s dir? Gut siehst du aus, warst du beim Friseur? Die Handtasche gefällt mir auch, ist die neu? Dann läufts im Job wohl gut! Oder hast du einen neuen Mann. Nein? Ich habs, du machst Sport und bist auf nem Gesundheitstrip. Oder was machst du anders?“ – Äh. Genau. „Was denn jetzt?“ – Na alles. Von allem ein bisschen.
Irgendwie hat sich doch etwas geändert. Und ich hätte es beinahe gar nicht gemerkt.

Wenn es mal wieder zu viel wird, mache ich weniger und nicht mehr. Ich arbeite nicht mehr bis in die Nacht, lese wieder gute Bücher und finde 1000 Ideen im Netz. Ich bekomme Komplimente für meinen neuen Look und gehe wieder mehr mit Freunden aus. Fürs Probleme wälzen gibt es einen Coach, wann immer ich ihn brauche. Ich gönne mir abwechselnd Wellness und Shoppen, mache mehr Sport oder einfach eine Pause. Meine Wohnung ist in Schuss. Ich habe einiges dazu gelernt, die Arbeit habe ich im Griff. Manches löst sich von alleine. Manches muss ich immer wieder ändern, manches ändert sich nie. Meine Familie ist auf meiner Seite und meine Freunde glauben an mich. Und ich?

Ich habe da so eine Idee… und wenn das nichts wird, ändere ich es einfach wieder!


Anmerkung der Redaktion: Grob skizziert, aber immerhin eine fertige Geschichte. Sie beruht nicht auf wahren Begebenheiten, aber auf echten Stimmungen. Es geht ums Verändern, ums Versuchen und Versöhnen. So ist das, wenn ich beruflich ständig mit Change Management konfrontiert bin und ein Sketchbook zur Hand habe.

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